Unsere Autoren

Robert Gäpel

Geboren am 13. Februar 1900 in Luthe, Kreis Neustadt /Rbge, wurde Bürokaufmann und Prokurist im Pharma-Handel. Soldat in beiden Weltkriegen. Er schreibt plattdeutsche Geschichten und Gedichte seit 1949. Für seine plattdeutschen Gedichte wurde er 1969 mit dem Freudenthal-Preis ausgezeichnet. Ein hochdeutscher Gedichtband „Spatlese eines alten Jahrgangs“ erschien 1975 in Darmstadt. Sein Buch „Magst et nu gläuben oder nich“ erschien 1985 im Ostfalia-Verlag Peine. Er lebte bis zu seinem Tode am 21.7.1989 in Evessen bei Braunschweig.

 

Gertrud Grothe

Sie wurde am 18. Juli 1926 in Klein-Lafferde, Kreis Peine, geboren und ist dort aufgewachsen. Sie erhielt eine Ausbildung als Kindergärtnerin. Gertud Grothe ist Mutter dreier Kinder und lebt jetzt in Lengede. Schrieb von Jugend an Geschichten, seit den  siebziger Jahren auch auf Plattdeutsch. Veröffentlichungen in vielen Zeitungen, Zeitschriften und Kalendern, schließlich in Buchform. Sie hat ihre Erzählungen auch als sehr beliebte Vorleserin bei vielen Veranstaltungen vorgetragen. Ihre Bücher, die alle im Ostfalia-Verlag Peine erschienen sind: So eine, 1984 und 1987;  Wohl vom Dorfe, wie? 1985 (vergriffen); Dä Richtige (Plattdeutsch und Hochseutsch) 1986 (vergriffen); Nur eine Kerze (Weihnachtserzählungen) (vergriffen), 1992; Noch nichts für dich (Roman), 1993; Dauerwelle mit Gesang, 2000 (vergriffen); Kleines Glück 2001 (vergriffen).

 

Hans-Heinrich Homann

Geboren 1934 auf dem elterlichen Busse-Hof in Eltze, Kreis Peine (heute Ortsteil von Uetze, Landkreis Hannover). Nach dem Besuch der Michelsen-Schule in Hildesheim und einer Landwirtschaftslehre im Kreis Bremervörde übernahm er 1966 den elterlichen Hof. Seine Liebe zum Plattdeutschen und sein Talent, Geschichten zu erzählen und bei bestimmten Anlässen öffentlich vorzutragen, führte schließlich zur Veröffentlichung seiner gesammelten Geschichten unter dem Titel „Lüe un Früenslüe“, zuerst 1991 als Privatdruck, dann 2000 im Ostfalia-Verlag (vergriffen) wie auch der zweite Band „Alles bloß Dönekens“ (1998).

 

Gerhard Huhn

Geboren am 21. August 1921 in Schermcke, Bördekreis (Sachsen-Anhalt). Besuchte das Gymnasium in Oschersleben und trat in den gehobenen Dienst der Deutschen Reichspost ein. Kriegsdienst in Rußland und Frankreich, Kriegsgefangenschaft in den USA. Nach dem Krieg Leiter des Leitpostamtes in Blankenburg. Zahlreiche hochdeutsche und plattdeutsche Veröffentlichungen in Zeitschriften, Zeitungen und in Anthologien. Ebenfalls eine Reihe von Einzelveröffentlichungen. Sein Buch „Bemerkenswert ist’s allemal“ (vergriffen) mit hoch- und plattdeutschen Geschichten und Gedichten erschien 1997 im Ostfalia-Verlag Peine. Besonders seine Gedichte in der Tonlage von Wilhelm Busch haben sehr gefallen.

 

Ilse Köhler

Am 11. Oktober 1943 in Büddenstedt, lebt in Esbeck bei Schöningen. Der Vater war Schachtmeister im Braunkohlentagebau. Ausbildung und Tätigkeit als Kindergärtnerin. Zusammen mit ihrem Mann Horst sehr stark engagiert im Heimatverein und am Museum in Schöningen und als Herausgeber der Zeitschrift „Unsere Heimat“. Ilse Köhler trug in vielen Veranstaltungen ihre selbstverfassten, höchst amüsanten Geschichten vor, die in Buchform unter dem Titel „As dat Leben sau speelt“1999 im Ostfalia Verlag veröffentlicht wurden. Das Buch erlebte vier Auflagen und ist jetzt vergriffen. Sie schreibt auch Theaterstücke und errang erste Preise in den Literaturwettbewerben der Deuregio Ostfalen.

 

Theo Löbsack

Er wurde am 19. Oktober 1923 als ältester Sohn des Hotelbesitzers Georg Löbsack (Hotel Waldkater) in Thale am Harz geboren. Abitur 1942 in Quedlinburg, Studium der Naturwissenschaften in Jena und Halle, Promotion in Halle/S. Bis 1958 Redakteur der Zeitschrift „Kristall“. Dann freiberuflicher Schriftsteller, der mit populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen und Sachbüchern sehr bekannt wurde. Er erhielt viele Preise und Auszeichnungen. Buchveröffentlichungen: Der Atem der Erde (1957); Denn sie wissen nicht, was sie tun (1959); Nur noch Wunschkinder (1963); Die manipulierte Seele (1967 u. 1979); Versuch und Irrtum (1974); Wunder, Wahn und Wirklichkeit (1976); Die letzten Jahre der Menschheit (1983); Unterm Smoking das Bärenfell (1990); Der Unfall (Roman 1992). Das Buch „Das Geheimnis an der Teufelsbrücke“ mit vielschichtigen Geschichten aus dem Harz wurde 1993 im Ostfalia-Verlag Peine herausgebracht

 

Renate Molle

Geboren am 6. Dezember 1942 in Delliehausen bei Uslar, lebt in Lauenberg, Ortsteil von Dassel am Solling. Sie gründete einen plattdeutschen Laienspielkreis und setzte sich sehr für das Plattdeutsche ein. Ihr Gedichtband mit plattdeutschen Gedichten und gegenübergestelletr hochdeutscher Übertragung erschien 1987 unter dem Titel „Deißelnsoat“ im Ostfalia Verlag und erhielt große Anerkennung. Das Buch ist vergriffen. Durch eine Krankheit ist sie am Schreiben behindert.

 

Hermann Orlamünde

Geboren 1936 in Barleben, hat dort die Grundschule besucht, dann in Wolmirstedt die Oberschule, danach 5 Jahre Studium in Greifswald (Geographie/Körpererziehung). Lehrer in Anklam, Wolmirstedt und ab 1965 in Colbitz. Jetzt Rentner. - Schreibe seit 1985. Zuerst plattdeutsche Artikel in der Tageszeitung „Volksstimme“, dann auch Beiträge in Anthologien. 1999 im Eigenverlag das Buch „Kommste mit?“ (Dorfgeschichten). 2000 im Ostfalia-Verlag „De Kiwitt“ (Vertelljen). Er ist Mitglied der Plattspräkergruppe in Barleben und beteiligt sich an der „Plattdütschen Schriewer-Warkstidde“.

 

Gisela Preckel

In Beendorf, Ohrekreis, geboren und aufgewachsen auf dem elterlichen Bauernhof. Seit der Kindheit durch die Großmutter eng mit dem Plattdeutschen verbunden. Ihr beruflicher Werdegang führte sie als Verwaltungsangestellte in die Magdeburger Gegend. Durch Heirat kam sie 1955 nach Westdeutschland. Wegen einer langwierigen Krankheit musste sie dort ihre berufliche Tätigkeit vorzeitig aufgeben. In dieser Zeit begann sie plattdeutsche Geschichten und Gedichte zu schreiben, die zum Teil auch in verschiedenen Publikationen veröffentlicht wurden. 2004 erschien im Ostfalia Verlag, Peine, ihr Buch „Dä Uutblick".

 

Otto Rohkamm

Als Sohn eines Schuhmachermeisters, der auch Stadtrat war, wurde er am 5. März 1896 in Bad Harzburg geboren. Er studierte Zahnmedizin, promovierte zum Dr. med. und wurde Zahnarzt in Bad Harzburg. In beiden Weltkriegen war er Soldat. Er war ein großer Freund des Plattdeutschen seiner Heimat und veröffentlichte plattdeutsche Geschichten unter dem Titel „Harzer Land un Luie“ (Braunschweig 1958) und seine plattdeutschen Gedichte „Haimat an’n  Harze“ (im Selbstverlag Bad Harzburg 1968). Er sammelte das Material für sein Wörterbuch viele Jahre lang, auch mit Hilfe seiner Patienten. Er starb 22. Juli 1976. Das Manuskript dieses  Wörterbuchs lag lange Zeit unbeachtet in einem Archiv, ehe es Rudolf Mackensen dort hervorholte und nach vielen Schwierigkeiten unter dem Titel „Nordharzer Wörterbuch“ (Ostfalia-Verlag Peine 2003) veröffentlichte. Rohkamm selbst hat die Veröffentlichung nicht mehr erlebt.

 

Marta Rothe

Am 14. September 1919 als drittes von sechs Kindern in Hornhausen /Sachsen-Anhalt) geboren. Die Familie verzog nach Üplingen und später nach Sommersdorf. Bis zu ihrer Eheschließung 1940 arbeitete sie als Schwesternhelferin in den Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg. Drei Kinder. Nach der Scheidung 1953 Ausbildung und Tätigkeit im staatlichen Aufkauf landwirtschaftlicher Produkte. Zweite Ehe 1961 und Umzug  nach Magdeburg. Sie erzählte ihren Kindern aus ihrem Leben auf Plattdeutsch. Seit 1980 begann sie mit der schriftlichen Aufzeichnung. 1996 gewann sie den ersten Preis im Literaturwettbewerb der Deuregio Ostfalen. Sie veröffentlichte Plattdeutsches in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Ihre anrührend erzählten Kindheitserinnerungen erschienen 1998 als Buch unter dem Titel „Kickelhahne“ im Ostfalia Verlag Peine (vergriffen). Ihr neuestes Buch heißt „Von Minschen un öhre Tiet- Jeschichten un Jedichte in ostfälischer Sprake“ und ist herausgegeben vom Landesheimatbund Sachsen-Anhalt, Halle 2006.

 

Jürgen Schierer

Am 17. 6. 1930 in Berlin geboren. Studium in München und Göttingen. Lebt seit 1954 in Niedersachsen. Von 1959 bis zum Ruhestand 1992 Lehrer und Stellvertretender Schulleiter am Gymnasium am Silberkamp in Peine. Verheiratet, zwei Kinder. Lernte Plattschreiben seit 1978. Veröffentlichungen: „Dat Weergahn“ (Erzählungen) 1981 (vergriffen); „Nahberschapshülpe“ (Erzählungen) 1989; „Verdreihte Minschenwelt, 2001; Geschichten und Glossen in Anthologien und in der Zeitschrift „Quickborn“.  Mehrere Rundfunksendumngen im NDR. Viele plattdeutsche Beiträge in „Neue Peiner Woche“. „Quickborn-Preis“ 1998. Bundesverdienstkreuz 2003; Mitbegründer des Arbeitskreises Ostfälisches Platt. Gründer und Leiter der Autoren-Werkstatt in der Braunschweigischen Landschaft e.V. von 1994.bis 2002.

 

Wilhelm Schrader

Geboren am 3. Juni 1920 in Emmerstedt bei Helmstedt. Er wurde Holzkaufmann und betrieb ein Sägewerk. 1987 gründete er mit Gleichgesinnten einen plattdeutschen Arbeitskreis in Emmerstedt. Sein Einsatz für die Erhaltung des Plattdeutschen war enorm. Er brachte das Plattdeutsche auch an die Grundschulen in der Umgebung und ans Gymnasium Helmstedt. Gemeinsam mit Wilhelm Schramm veröffentlichte er das plattdeutsche Lesebuch für Kinder „Felix, use Kater“. Daneben erstellte er reichlich Unterrichtsmaterial für die Schulen. Seine besondere Leistung war das plattdeutsche Wörterbuch, für das er seit langem das Material sammelte. 1994 erschien der 1. Band Hochdeutsch-Plattdeutsch (2. Auflage 1999) und 2000 der 2. Band Plattdeutsch-Hochdeutsch. Seine Devise in Hinblick auf die Erhaltung des Plattdeutschen war: „Anfängen un nich naalaten“. Er starb am 30. Juni 2005.

 

Eva Schultz-Kersten

Geboren in Sachsen-Anhalt, lebte seit 1964 in Hannover. Sie schrieb Lyrik, experimentelle Dichtung, Erzählungen, Hörspiele, Sketsche und kulturgeschichtliche Arbeiten. Bekannt durch viele Lesungen.. Buchveröffentlichungen: Die lêre von der kocherie, (Zusammen mit Manfred Lemmer; Insel Verlag Leipzig 1969; historia - Fiktive Texte zum Thema Geschichte, Schlütersche, Hannover 1976; konfrontationen - Fiktive Texte, Bläschke, St. Michael 1982.

 

Günter Wahrendorf

Geboren wurde er 1927 in Erxleben, Kreis Haldensleben, wo er auch fast sein ganzes Leben zugebracht hat. Er ist mit seinem plattdeutschen Roman „Aantenfloot un Räubesluck“, erschienen 1987 im Hinstorff Verlag, Rostock, als begabter Erzähler hervorgetreten. Ein zweiter Band erschien posthum unter dem Titel „Ook Hexen dragen Pettikos“ 1960, Erxleben 1988 (Privatdruck). Aus der Erzählung „Man mott dabi sien“ formte er ein plattdeutsches Hörapiel, das am 7. 4. 1990 in Radio Bremen und am 14.4. 1990 über den NDR unter dem Titel „Twee Vagels mit Namen Wendehals“ gesendet wurde. Er starb am 14. Mai 1990 nach einer Operation im Krankenhaus Haldensleben.

 

 

Friedrich Wille

Geboren am 1. Mai 1925 in Brunsen bei Einbeck. Seine beiden Großväter, sein Vater und dessen drei Brüder waren Stellmacher. F. Wille besuchte die Handelsschule und wurde Induistriekaufmann. 1943 wurde er Soldat und kehrte erst im November 1945 schwerverwundet und krank zurück. Er arbeitete als Stellmacher, bis er 1950 durch einen Sportunfall aus diesem Beruf geworfen wurde. Von 1951 bis 1973 war er Gemeindekassierer und Standesbeamter für neun Dörfer und half nebenbei noch dem Vater in der Stellmacherwerkstatt. Ab 1973 arbeitete er in der Stadtkasse von Einbeck. Er ist Vater von 12 Kindern. Er ist ein engagierter Freund des Plattdeutschen. Erste plattdeutsche Veröffentlichungen erschienen 1978 bis 1981 in der Einbecker Morgenpost.Weitere Beiträge 1980 bis 1984 in der „Dasseler Rundschau“ und im Weserberglandkalender. 1984 schrieb er ein historisches Schauspiel „De Waintröge“, das er mit einer Laienspielgruppe in Brunsen aufführen ließ. Sein Buch „Das plattdeutsche Wagenrad“ erschien 1979 im Gerstenberg Verlag, Hildesheim. Er lieferte Beiträge für die Anthologie „Twüschen Hameln un Chöttingen“ (Ostfalia Verlag). „Et plattduitsche Märchenböok“ erschien 1992 und „Et plattduitsche Schimpwuurtböok“ 1984, beide im Ostfalia Verlag Peine. Er übertrug die gesamte Bibel in seine Einbecker Mundart und veröffentlichte das Buch 1997 im Selbstverlag, weil kein Verleger das finanzielle Risiko übernehmen wollte. Außerdem übersetzte er alle Werke von Wilhelm Busch , die Abenteuer des Baron von Münchhausen und den Robinsion Crusoe von Daniel Defoe ins Plattdeutsche. Außerdem veröffentlichte er mehrer autobiographische Bücher, ebenfalls auf Platt. Die Arbeitsleistung von Friedrich Wille ist enorm. 2006 wurden einige seiner Geschichten auf eine CD übertragen, die er zusammen mit drei Freunden besprach: „Vertellen op Platt“ ABOD, Hamburg und Ostfalia Verlag.

 

Franz Wrede

Geboren am 27. Oktober 1890 als Sohn eines Gestütsbeamten in Westercelle. Nach dem Besuch der Realschule folgte die Präparandenanstalt in Verden und die Ausbildung zum Lehrer am Lehrerseminar in Uelzen. Seit 1910 war er Lehrer, zunächst in Gifhorn und dann in Celle. Gestorben im März 1963. Veröffentlichungen in Buchform: Allerhand Snurren un Snack, Pyrmont 1925; Nu lach dick einen, Celle 1929; Da denk dick rin un we’er rut. Celle 1931; Et is de Möglichkeit, Celle 1936; Man mott sick wunnern, Celle 1937; Vorr Kinder un grote Lüe, Celle 1949; Plattdeutsches Wörterbuch des Kirchspiels Sievershausen, Kreis Burgdorf, i. Han, Celle 1960. Das Wörterbuch ist eine sehr ergiebige Quelle der alten plattdeutschen Mundart. Im Ostfalia-Verlag erschien die hochdeutsch-plattdeutsche Version nach diesem Wörterbuch.

 

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